Sehr gut!

Das sollte man trainieren, üben und zwar schon sehr früh!

#4
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Auch eine Koryphäe hält es einfach 

 
"Als in den Jahren 2008 und 2009 die Finanzmärkte zusammenbrachen, war die Finanzkoryphäe Suze Orman überall präsent. Neben den Auftritten in ihrer eigenen Sendung des Fernsehsenders CNBC war die Bestsellerautorin oft in den Talkshows von Oprah Winfrey und Larry King Live zu Gast. Banken und Finanzunternehmen setzten sie auch in ihrer Werbung ein, die darauf abzielte, den Kunden die Ängste zu nehmen. Ich interviewte Suze Orman mehrfach und war überrascht, wie offen sie mit ihrem Erfolgsgeheimnis als Rednerin umging. 
 
'Wie vereinfachen Sie komplizierte Finanzthemen so, dass man sie leicht versteht?' fragte ich einmal. 
 
'Es gibt zuviele Menschen, die versuchen, mit all ihren Informationen andere Menschen zu beeindrucken, damit diese denken, der Redner sei intelligent', antwortete Orman. 
 
'Aber Suze' sagte ich, 'werden Sie denn überhaupt noch ernst genommen, wenn Ihre Botschaft zu einfach ist?'
 
'Mir ist egal, was andere darüber denken. Mir kommt es nur darauf an, dass die Information, die ich weitergebe, die Position meines Hörers oder Lesers stärkt. ... Wenn Sie beabsichtigen, eine Botschaft mitzuteilen, die beim Zuhörer eine Veränderung herbeiführen soll, dann ist es - wenn Sie mich fragen - eine Frage des Respekts gegenüber dem Adressaten, diese Botschaft so einfach wie möglich zu formulieren. Wenn ich Ihnen zum Beispiel eine Wegbeschreibung zu meinem Haus gäbe, würden Sie sich doch auch wünschen, dass ich Ihnen so einfach wie möglich beschreibe, wie Sie zu mir finden. Mache ich es kompliziert, würde Ihnen das nicht wirklich helfen. Vielleicht würden Sie sich ärgern und die Suche aufgeben. Hätten Sie eine einfache Beschreibung, dann stünden die Chancen hingegen gut, dass Sie in Ihr Auto steigen, um zu mir zu kommen, anstatt die Suche aufzugeben und zu sagen, es lohne sich nicht. 
 
Manche Menschen kritisieren die Einfachheit, weil Sie das Gefühl brauchen, dass die Dinge komplizierter sind. Sie vermuten, wenn alles so einfach wäre, könnten womöglich ihre Arbeitsplätze wegfallen. Unsere Angst vor dem Untergang, vor der Auslöschung oder davor, unwichtig zu sein, bringt uns dazu, Dinge komplizierter auszudrücken, als nötig."
 
 
 Auszug aus dem Buch von Carmine Gallo: Überzeugen wie Steve Jobs - Das Erfolgsgeheimnis seiner Präsentationen
 
 
 

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal bearbeitet, zuletzt von »Barbara .« (18.10.2017, 19:48)
#3
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Präsentationsbeispiel aus der Praxis  
 
"2008 hielt ein Unternehmen namens TravelMuse bei der DEMO eine der besten Werbepräsentationen überhaupt. Der Gründer, Kevin Fleiss eröffnete seinen Vortrag mit den Worten:
 
'Das grösste und ausgereifteste Segment im Online-Handel ist das Reisegeschäft. Sein Volumen beträgt allein in den Vereinigten Staaten 90 Milliarden Dollar [benennt eine Kategorie]. Wir wissen alle, wie man eine Reise im Internet bucht. Doch die Buchung selbst macht nur 5 Prozent des gesamten Vorgangs aus [beginnt mit der Vorstellung des Problems]. Dabei wird die eigentliche Schwerstarbeit, wie die Wahl des Reiseziels und die Reiseplanung, in den 95 Prozent des Prozesses geleistet, die vor der Buchung liegen. TravelMuse erleichtert diese Vorarbeit, indem wir übergangslos technische Anwendungen für die Reiseplanung integrieren, um ein Gesamterlebnis anzubieten [liefert die Lösung].' 
 
Indem er eine Zuordnung macht und das Problem benennt, bevor er die Lösung präsentiert, hat Kevin Fleiss die Tasse hergestellt, in die er seinen Kaffee giessen kann."
 
Auszug aus dem Buch von Carmine Gallo: Überzeugen wie Steve Jobs - Das Erfolgsgeheimnis seiner Präsentationen  
 
 

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »Barbara .« (18.10.2017, 13:30)
#2
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Wie würden Sie Ihre Idee anpreisen, wenn Sie dafür einen Minutenpreis von 3.000 Dollar bezahlen müssten?

Fazit: Unbedingt ausprobieren -- man kann dabei nichts verlieren -- nur gewinnen 🙂

 

".... Die Risikokapitalgeber, die diese Präsentationen verfolgen, sind sich darin einig, dass es den meisten Unternehmern NICHT gelingt, eine faszinierende Story zu entwickeln, weil sie sich direkt in die Beschreibung ihres Produktes stürzen, ohne vorher das dazugehörige Problem zu erläutern.

Ein Investor erklärte mir: Sie müssen in meinem Gehirn Platz für die Information schaffen, die Sie mir vermitteln wollen. Ich bekomme schlechte Laune, wenn Unternehmer mir eine Lösung liefern, ohne zuvor das entsprechende Problem zu benennen. Sie haben eine Kanne Kaffee -- die Lösung -- doch keine Tasse, in die sie ihn hineingiessen können. ...."

Auszug aus dem Buch von Carmine Gallo: Überzeugen wie Steve Jobs - Das Erfolgsgeheimnis seiner Präsentation 

 

#1
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Eine Idee überzeugend präsentieren

 

"Jedes Jahr im September preisen in Kalifornien traditionell Dutzende von Unternehmern eine Woche lang ihre Start-up-Unternehmen vor einflussreichen Gruppen von Medienvertretern, Fachleuten und Investoren auf zwei unterschiedlichen Veranstaltungen an: bei der Messe TechCrunch 50 in San Francisco und bei der Veranstaltung DEMO in San Diego. 

 
Für Start-up-Unternehmen sind diese Präsentationen mit ihrem teils hohen Einsatz entscheidend dafür, ob ihr Projekt ein Erfolg wird oder untergeht. Die Organisatoren der TechCrunch sind der Auffassung, dass die ideale Redezeit für die Darstellung einer Idee 8 Minuten beträgt. Gelingt es Ihnen nicht, Ihre Idee in dieser Zeit zu präsentieren, so meint man, müsse man sie noch einmal überarbeiten. 
 
DEMO gewährt den Rednern sogar noch weniger Zeit: 6 Minuten. Obendrein verlangt die DEMO pro Präsentation eine Gebühr von 18.500 Dollar, also 3.000 Dollar pro Minute. Wie würden Sie Ihre Idee anpreisen, wenn Sie dafür einen Minutenpreis von 3.000 Dollar bezahlen müssten? 
.......
......."
 
Auszug aus dem Buch von Carmine Gallo: Überzeugen wie Steve Jobs - Das Erfolgsgeheimnis seiner Präsentationen  
 
 
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