In regelmäßigen Abständen stellen wir Euch besondere Querdenker Persönlichkeiten vor. Wir ermöglichen Euch einen Einblick hinter die Kulissen. Lasst euch inspirieren! 

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Fabian Gatermann
(*1984) ist ein Münchner Künstler, der sich auf Objekte und Skulpturen spezialisiert hat, die er mit Reihung und Wiederholung aus Licht erschafft. Querdenken ist für den Künstler, der Ingenieurswissenschaft, Kunst & Design studiert hat, eine elementare Grundvoraussetzung für seine Gestaltung. Oftmals gehen seine Entwürfe über eine Disziplin hinaus und erfordern Wissen und Handlungen aus einem interdisziplinären Raum zwischen Kunst und Handwerk oder einfach nur eine kurze Ignoranz der bisherigen Grenzen des State of the Art.

„Ich möchte Kunst aus substantieller Materie schaffen, ihre immanente Struktur erfassen und mit meinen Arbeiten erfahrbar machen. Ich arbeite so lange, bis ich mich einer Essenz nähere, die in sich selber ruht, und in der eine tiefere Wahrheit verborgen ist. Meine Herangehensweise ist es, die Ausgangsmaterie ohne Vorurteil zu besehen, sie anzufassen, zuzuhören und aus diesen Erfahrungen künstlerisch Konsequenzen zu entwickeln. Dabei muss ich es mir erlauben, einen forschenden Prozess mit offenem Ausgang zu betreiben, der mich immer wieder auch durch Fehler selbst überrascht. Das Ordnungsprinzip der Reihung und Iteration gibt meine Arbeiten Form, die ich mit (Algo)Rhythmus, Farbe und Disruption aufbreche. Dabei dienen mir die Konkrete Kunst, die Farbfeldmalerei aber auch das Critical Design als gestalterische Kräfte. Mit Kunst möchte ich den Diskurs über die Prinzipien des Leben auf eine poetische Art und Weise darstellen.
 

Über die Leuchtskulptur MoodPoem
MoodPoem ist die konsequente Weiterentwicklung einer Lichtinstallation aus Diarahmen in Köln 2012. Darauf aufbauend entstanden die ersten fünf Light Displays noch mit mittelformatigen Diarahmen und dann in einer weiteren Entwicklung ab 2015 der MoodPoem. Dabei wurde das Objekt auf eine Tiefe von 35mm reduziert und mit einem sehr zurückhaltenden Touch-Steuerungselement im Rahmen ausgestattet. Die Entwicklung und Fertigung der LEDs wird nun durch einen professionellen Lichttechniker aus München übernommen. 
In einer limitierten Auflage von je 8 Stück (+2AP) wird das Lichtprinzip eines digital additiven System mit einem analogen subtraktiven Farbmischungssystems kombiniert. Dabei wird das Objekt zu einer bestimmten Zeit immer an allen Stellen mit der gleichen Farbe hinterleuchtet. Der Farbeffekt wird somit physikalisch erzeugt und belässt die Farben zueinander in einer Harmonie und im gleichen Verhältnis. Zur zeitlichen Steuerung wurde ein Programm entwickelt, welches die Zeit und Farbverläufe berechnen und auf dem MoodPoem darstellen kann. Über ein spezielles Farbverfahren auf dem Glas wird eine besondere Brillanz an Farbwirkung geschaffen, die aber für jedes Objekt individuell in seinem Rhythmus von Hand komponiert wird. Somit ist jede Arbeit ein Einzelstück, bei dem die Rechenleistung jeder möglichen Veränderung an Farben über eine analoge Ebene der Farbfilter bewusst limitiert wird.

 
Über das Leuchtobjekt Lense Flare
Lense Flare ist ein Lichtobjekt , dass die Entstehung des Lichtes wieder experimentell und emotional erfahrbar macht, und dabei die Entstehung des Lichtes transparent kommuniziert und darstellt. Der Tendenz, alles technische bei einem Lichtobjekt zu verstecken, zu verblenden oder zu kaschieren wird hier entgegengewirkt; das Objekt soll offen und transparent wie bei einen Versuch gestaltet sein. Dafür sind alle Komponenten, Trafo, Kühlkörper, Lichtmittel und Filter auf einer optischen Präzisionsbank für Laser angeordnet. Dabei bleibt eine maximale Flexibilität und Modularität, man kann die Filter drehen, verschieben und vor- und zurückzubewegen. Über die mechanische Veränderung kann das Leuchtobjekt unterschiedliche Konfigurationen annehmen, und erhält so die Möglichkeit, eine Wand komplett individuell auszuleuchten. 
Durch die reihenhafte Anordnung von farbigen dichroitisch beschichteten Glasfiltern, ähnlich einem optischen Versuchsaufbau in einem Strahlengang, wird in die Spektroskopie des Lichtes künstlerisch in Farbräume, Wechselwirkungen und Interaktionen übersetzt. Die Filterfarbe der Gläser verändern sich je nach Blickwinkel des Betrachters; Tageszeit, Sonneneinstrahlung und Lichtverhältnissen schaffen über das Brechen, die Transmission und die Reflektion von Licht ein komplexes Farbspiel, das sich immer wieder neu formt und somit dem Drang nach Veränderung ins uns Raum zum Experimentieren gibt.
 

Von Querdenker für Querdenker - Special Angebot für Club-Mitglieder von Fabian Gatermann

Über Querdenker sind je zwei Unikate der Lichtskulptur MoodPoem (#4 und #5) und Lense Flare (#2 und #3) bis Ende Juni zu einem Vorteilspreis zu erwerben.
 
MoodPoem  (limitiert auf je 8 Objekte)
Größe s (73,5cm auf 53cm, 35mm Tiefe) 4800.- (inkl 7% MwSt) (Statt 5800.-)
Größe m (106cm auf 73,5cm, 35 mm Tiefe) 7500.- (inkl 7% MwSt) (Statt 8900.-)
 
Lense Flare (limitiert auf 8 Objekte)
5200.- (Statt 5800.-)

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